Namaste wird unter Hindus und in einigen asiatischen Ländern als Grußformel verwendet. Dabei werden beide Handinnenflächen in Höhe des Herzens zueinandergeführt und der Kopf leicht verneigt. Die Grußformel drückt die Ehrerbietung vor dem anderen aus, wörtlich übersetzt bedeutet es „ich verneige mich vor dir“.

Ich persönlich finde folgende Definition des Begriffs Namaste besonders schön, die von Mahatma Ghandi stammt:

„Meine Seele ehrt deine Seele,
Ich ehre den Ort in dir, an dem sich das ganze Universum befindet,
Ich ehre das Licht, die Liebe, die Wahrheit, die Schönheit und den Frieden in dir,
Denn sie sind auch in mir.
Indem wir diese Dinge teilen, sind wir vereint, sind wir gleich, sind wir eins.“

Indem wir uns im Yoga mit Namaste begrüßen möchten wir ausdrücken, dass sich unsere Herzen, auch wenn wir verschiedene Menschen sind, miteinander verbinden. Es soll ausdrücken, dass unsere Anerkennung des anderen völlig ohne Wertung und Vorurteil geschehen soll und wir in jedem Individuum eine tiefere Essenz sehen, die mit allem verbunden ist, quasi einen göttlichen Funken. Völlig frei von der Identifikation mit unserem Verstand verbinden wir uns mit einem tiefen aufrichtigen Gefühl, das aus dem Herzen kommt, miteinander.